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Strafrecht

Straftaten im Straßenverkehr: Verteidigung und strafrechtliche Folgen

Straftaten im Straßenverkehr: Verteidigung und strafrechtliche Folgen

Straftaten im Straßenverkehr (Art. 379 bis 385 spanisches Strafgesetzbuch) gehören zu den häufigsten Strafsachen vor spanischen Gerichten. Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Fahren ohne Fahrerlaubnis können erhebliche strafrechtliche Folgen haben.

Arten von Straßenverkehrsdelikten

Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss (Art. 379.2 StGB)

Eine Straftat liegt vor, wenn:

  • Der Atemalkoholwert 0,60 mg/l übersteigt (oder 1,2 g/l im Blut).
  • Der Fahrer unter dem Einfluss von toxischen Drogen, Betäubungsmitteln oder psychotropen Substanzen steht.

Strafen: Freiheitsstrafe von 3 bis 6 Monaten oder Geldstrafe von 6 bis 12 Monaten sowie Entzug der Fahrerlaubnis für 1 bis 4 Jahre.

Erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitung (Art. 379.1 StGB)

Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit um mehr als 60 km/h innerorts oder um mehr als 80 km/h außerorts.

Strafen: Freiheitsstrafe von 3 bis 6 Monaten oder Geldstrafe von 6 bis 12 Monaten sowie Entzug der Fahrerlaubnis für 1 bis 4 Jahre.

Fahren ohne Fahrerlaubnis (Art. 384 StGB)

Fahren, nachdem die Fahrerlaubnis wegen vollständigen Punkteverlusts entzogen wurde, ohne jemals eine Fahrerlaubnis erhalten zu haben oder trotz gerichtlichen Fahrverbots.

Strafen: Freiheitsstrafe von 3 bis 6 Monaten oder Geldstrafe von 12 bis 24 Monaten oder gemeinnützige Arbeit von 31 bis 90 Tagen.

Verweigerung der Tests (Art. 383 StGB)

Weigerung, sich den von der Polizei angeordneten Alkohol- oder Drogentests zu unterziehen.

Strafen: Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis 1 Jahr sowie Entzug der Fahrerlaubnis für 1 bis 4 Jahre.

Schnellverfahren

Die meisten Straßenverkehrsdelikte werden als Schnellverfahren (Art. 795 spanische Strafprozessordnung) bearbeitet. Das bedeutet, dass die festgenommene Person innerhalb von 24 bis 72 Stunden vor Gericht gestellt werden kann.

Es ist wesentlich, von Anfang an anwaltliche Unterstützung zu haben, weil Entscheidungen in diesen ersten Stunden — etwa die Annahme der von der Staatsanwaltschaft vorgeschlagenen Strafe — endgültige Folgen haben.

Verteidigungsstrategien

  • Anfechtung des Alkoholtests: Verfahrensfehler, fehlende Kalibrierung des Geräts, fehlender Zweittest oder fehlende Blutprobe.
  • Verhandlung über die Strafe: Ziel ist es, Freiheitsstrafe durch Geldstrafe oder gemeinnützige Arbeit zu ersetzen.
  • Nachweis mildernder Umstände: Zusammenarbeit mit der Justiz, Schadenswiedergutmachung, fehlende Vorstrafen.
  • Beantragung der Aussetzung der Freiheitsstrafe: wenn die Strafe 2 Jahre nicht überschreitet und keine Vorstrafen bestehen.

Fazit

Ein Straßenverkehrsdelikt kann ernste Folgen haben: Vorstrafe, Verlust der Fahrerlaubnis und sogar Freiheitsstrafe. Eine saubere technische Verteidigung kann den Unterschied zwischen einer unverhältnismäßigen Sanktion und einer fairen Entscheidung ausmachen.


Wenn gegen Sie wegen eines Straßenverkehrsdelikts ermittelt wird, kontaktieren Sie mich, damit wir Ihre Verteidigung vom ersten Moment an vorbereiten können.

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